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Die Burgenlandkroaten sind die Nachfahren der kroatischen Ansiedler
aus dem 16. Jhdt. Heute wohnen sie in Streusiedlungen fast aller
Bezirke des Burgenlandes vom nördlichen Kittsee bis Reinersdorf
im Güssinger Bezirk. Die Zahl der Burgenlandkroaten konnte nie verläßlich
festgestellt werden. Man schätzt heute ihre Zahl in Österreich,
Ungarn und der Slowakei auf 60.000, wovon der größte Teil im Burgenland
beheimatet ist. Sie sprechen alle drei kroatischen Dialekte, aber
seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts haben sie eine eigene burgenlandkroatische
Schriftsprache entwickelt. Über 450 Jahre bewahrten sie ihre vielseitige
und reiche Kultur.
Die Burgenlandkroaten sind im öffentlichen Leben voll integriert
und maßgeblich am Kulturleben des Burgenlandes beteiligt. Ihre älteste,
bekannteste und größte Organisation ist der Kroatische Kulturverein
im Burgenland. Er vertritt seit 1929 die Lebensinteressen der Burgenlandkroaten
in Österreich und auch in internationalen Gremien.
Der Kroatische Kulturverein im Burgenland ist demokratisch organisiert,
hat seinen Sitz in Eienstadt und hat Ortsgruppen im ganzen Burgenland.
Seine Ziele sind die Organisation des Volkslebens, die Bewahrung
der Identität der burgenländischen Kroaten, ihrer Sprache und ihrer
außergewöhnlich reichen Kultur.
Der Kroatische Kulturverein im Burgenland ist überzeugt, daß die
burgenlandkroatische Volksgruppe das Land bereichert, welches heute
mehr als je im Mittelpunkt der mitteleuropäischen Kulturlandschaft
steht.
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